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Solarpflicht 2026: So unterscheidet sich Ihr Kanton vom Bund

Solarpflicht 2026: So unterscheidet sich Ihr Kanton vom Bund

Ivan Miric·

Die Schweiz hat seit 2024 eine nationale Solarpflicht für Neubauten ab 300 m² Gebäudefläche. Mindestens 50 % der nutzbaren Dachfläche müssen mit Photovoltaik oder Solarthermie belegt werden.

Das ist die Untergrenze. Mehrere Kantone gehen weiter, und 2026 sind ein paar Verschärfungen aktiv geworden, die viele Bauherren nicht auf dem Schirm haben.

Luzern: keine Schwelle, auch Sanierungen betroffen

Luzern ist der strengste Fall. Im Kanton gilt:

  • Alle Neubauten, unabhängig von der Grundfläche
  • 50 % der nutzbaren Dachfläche bei Neubau
  • 25 % bei Sanierungen, diese Pflicht hat es im Bundesrecht so nicht

Wer in Luzern ein Dach saniert, muss die Solarfrage von Anfang an mitdenken.

Aargau: das Merkblatt 26a definiert die Praxis

Der Kanton Aargau hat im September 2025 sein Merkblatt zur „Pflicht zur Nutzung der Sonnenenergie" überarbeitet. Es beschreibt detailliert, wie die nutzbare Dachfläche berechnet wird, welche Ausnahmen greifen (Denkmalschutz, statisch ungeeignet, unwirtschaftlich) und wie der Nachweis bei der Baubewilligung läuft.

Zürich, Bern, Basel-Stadt: Bundesrecht plus Klimaziele

Zürich, Bern und Basel-Stadt halten sich im Wesentlichen an die 300-m²-Schwelle, gehen aber im Heizungsersatz und in der Mehrwertabgabe schärfer vor. In Verbindung mit dem nationalen Mantelerlass führt das dazu, dass viele Bauherren freiwillig auf grössere Anlagen kommen, die Wirtschaftlichkeit hat sich 2026 deutlich verbessert.

Welsch- und Tessin: kantonale Sonderwege

Genf hat eine eigene Pflicht über das CO2-Gesetz. Waadt knüpft an die kantonale Energieverordnung an. Tessin liegt nahe am Bundesstandard, hat aber zusätzliche Vorgaben für öffentliche Bauten.

Die genaue Regel hängt vom Kanton, vom Gebäudetyp und vom Bauvorhaben ab. Vor dem Baugesuch lohnt der Anruf bei der kantonalen Energiefachstelle.

Was das praktisch heisst

Drei Punkte für Ihre Planung:

  • Frühzeitig einplanen. Statik, Verschattung und Eigenverbrauchskonzept gehören in die Vorprojektphase, nicht in die Ausführung.
  • Mehr ist meist günstiger. Wer ohnehin baut, sollte die Frage nicht "wie wenig PV reicht?" stellen, sondern "wie viel passt aufs Dach?". Die Mehrkosten pro kWp sinken stark.
  • Eigenverbrauch macht den Unterschied. Mit Speicher, Wärmepumpe und Wallbox kommen Sie auf 70 % und mehr, und der Rest läuft 2026 mit gesetzlich abgesicherter Minimalvergütung.

Free State plant Anlagen kantonsspezifisch und übernimmt die Abstimmung mit der Bauverwaltung. Im SolarFree-Modell bauen wir auf eigene Rechnung, die Pflicht erfüllen Sie, ohne in die Investition zu gehen.

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Quellen: Energiestadt, Kantonale Energiefachstellen, Swissolar, Bundesamt für Raumentwicklung ARE. Stand: April 2026. Angaben ohne Gewähr.