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Wallbox-Förderung 2026: Welche Kantone (noch) zahlen, und wie lange

Wallbox-Förderung 2026: Welche Kantone (noch) zahlen, und wie lange

Ivan Miric·

Eine Wallbox kostet inklusive Installation in der Schweiz typischerweise CHF 1'500 bis 5'000. Ein bidirektionales DC-Modell schnell das Doppelte. Mehrere Kantone und Gemeinden federn das mit Förderprogrammen ab, aber die Töpfe leeren sich, und 2026 ist für einige das letzte Jahr.

Zürich: 50 Millionen, gilt bis Topf leer ist

Der Kanton Zürich hat sein Förderprogramm für Ladeinfrastruktur mit insgesamt 50 Millionen Franken dotiert. Es läuft, bis das Geld weg ist, spätestens Ende 2026.

Gefördert werden basis-Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern (Erschliessung, Steigleitungen, Hausanschluss) sowie privat installierte bidirektionale DC-Wallboxen in Wohngebäuden. Der zweite Punkt ist eine kleine Sensation: bidirektionales Laden wird in Zürich bezuschusst, in den meisten anderen Kantonen nicht.

Luzern: CHF 350 pro Parkplatz im Mehrfamilienhaus

Luzern fördert die Grunderschliessung in Mehrparteiengebäuden mit CHF 350 pro Parkplatz. Der Beitrag betrifft die gemeinsame Infrastruktur, nicht die Wallbox selbst, das ist wichtig zu verstehen.

Praktisch heisst das: Wer ein Mehrfamilienhaus hat, lässt die Steigleitung und den Lastmanagement-Vorbereitungsschrank fördern und installiert die individuellen Wallboxen pro Mieter später.

Basel-Stadt, St. Gallen, Solothurn und mehr

Mehrere Kantone haben kleinere Programme oder Beratungsangebote. Die Bedingungen variieren stark, manche fördern nur Mehrfamilienhäuser, andere Einfamilienhäuser, wieder andere nur kommerzielle Anlagen.

Eine zentrale Liste pflegt energiefranken.ch: Postleitzahl rein, Programme raus.

Was sich oft mehr lohnt als die Förderung

Drei Hebel, die meistens grösser sind als der Kantonsbeitrag:

  • Eigenverbrauch: Solarstrom direkt in die Wallbox spart pro kWh den Unterschied zwischen Bezugs- und Rückliefertarif. 2026 sind das je nach Region 15 bis 25 Rp./kWh.
  • Lastmanagement: Mehrere Wallboxen an einer dynamischen Steuerung sparen den teuren Hausanschluss-Ausbau.
  • Bidirektional: Wer das Auto als Hausspeicher nutzt, ersetzt eine separate Batterie und reduziert den Bezugstarif in den Abendstunden.

Konkret für Ihr Projekt

Im Einfamilienhaus mit Solar reicht meist eine 11-kW-AC-Wallbox plus Lastmanagement. Im Mehrfamilienhaus lohnt sich die Investition in eine vorbereitete Erschliessung, die Wallboxen kommen mit den E-Autos der Mieter über die Jahre.

Free State plant Solar, Speicher, Wallbox und Lastmanagement aus einer Hand. Förderanträge bereiten wir vor; Sie unterschreiben und bekommen das Geld direkt vom Kanton.

Schreiben Sie uns, bevor der nächste Topf leer ist.

Quellen: Kanton Zürich (DINAMO), Kanton Luzern, energiefranken.ch, CKW. Stand: April 2026. Angaben ohne Gewähr.