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PV-Zubau Schweiz 2025: −15 %, und warum 2026 anders wird

PV-Zubau Schweiz 2025: −15 %, und warum 2026 anders wird

Ivan Miric·

Erstmals seit Jahren ist der Schweizer Photovoltaikmarkt geschrumpft. Mit 1'526 MW Neuinstallation lag 2025 der Zubau 15 % unter dem Rekordjahr 2024 (Quelle: pv-magazine, 8. April 2026).

Das wirkt überraschend, ist aber bei genauem Hinsehen kein Strukturbruch, sondern ein Ausdruck der drei spezifischen Probleme, die 2025 zusammenkamen.

Was 2025 gebremst hat

  • Fallende Rückliefertarife. Mit dem Markt-Strompreis sind 2024 und 2025 die Vergütungen mancherorts auf unter 5 Rp./kWh gefallen. Bei alter Wirtschaftlichkeitsrechnung wackelt die Amortisation.
  • Netzanschluss-Engpässe. Insbesondere Anlagen über 30 kW warteten in einigen Verteilnetzen mehrere Monate. Auftraggeber zogen Projekte zurück oder verschoben.
  • Unsicherheit bei der Reform. Der Mantelerlass war beschlossen, die Verordnungen aber bis weit ins Jahr 2025 nicht final. Wer kalkulierte, sass auf einem beweglichen Fundament.

Was 2026 strukturell anders ist

Die Reformen vom 1. Januar 2026 zielen direkt auf diese drei Bremsen.

Eine nationale Minimalvergütung bewahrt vor dem Worst-Case fallender Marktpreise. Anlagen unter 30 kW bekommen mindestens 6 Rp./kWh, gestaffelt nach Leistung. Das macht die Amortisation berechenbar.

Die LEG und das vZEV verschieben den Hebel weg vom Einspeisetarif hin zum Eigenverbrauch und Nachbarschaftshandel. Wer Strom intern absetzt, ist unabhängig vom Marktpreis.

Die Speicher-Netzentgeltbefreiung macht Batteriespeicher und Quartierspeicher deutlich wirtschaftlicher.

Was Swissolar erwartet

Der Branchenverband Swissolar prognostiziert, dass Solarstrom 2026 bereits 17 % des Schweizer Netto-Stromverbrauchs liefert, fast die Hälfte der bisherigen Kernkraft-Flotte.

Auf Investorenseite stützt das Swissgrid-Whitepaper vom April 2026 die Erwartung: Das nationale Ziel von 40 GW PV bis 2050 setzt einen klaren Pfad. Aktuell liegt die Schweiz kumulativ bei rund 9.62 GW.

Was das für Hauseigentümer heisst

Drei nüchterne Punkte:

  • Wer 2025 verschoben hat, sollte 2026 starten, die Rahmenbedingungen sind besser, nicht schlechter.
  • Eine reine Einspeise-Strategie war 2025 das Problem. 2026 ist Eigenverbrauch der Hebel.
  • Der Preisdruck auf Module hält an. Die Frage ist nicht "wann werden Module billiger?", sondern "wann ist mein Dach belegt?".

Free State plant 2026 Anlagen so, dass die Wirtschaftlichkeit nicht von Rückliefertarifen abhängt. Im SolarFree-Modell tragen wir das Marktpreis-Risiko. Sie zahlen einen festen kWh-Preis über 35 Jahre.

Lassen Sie uns über Ihr Dach sprechen.

Quellen: pv-magazine International (8. April 2026), Swissolar, Swissgrid, Bundesamt für Energie. Stand: April 2026. Angaben ohne Gewähr.